Jubiläumstreffen des Abiturjahrgangs 1959 am 25./26. April 2009 in Mayen und Monreal

Der Abiturjahrgang, der am 23. Februar 1959 im damaligen Neusprachlichen Kreisgymnasium Mayen in der Alleestraße das Zeugnis der Reife erhielt, war mit sechs Abiturientinnen und 15 Abiturienten klein, nach eigener Einschätzung, wie es sich damals gehörte, zahm, in Teilen aber auch schon ein wenig aufmüpfig. Von den Sextanern des Jahres 1950, die von sich noch behaupten können, Schulkameraden von Mario Adorf gewesen zu sein, waren beim Abitur sechs übrig geblieben. Die Klasse hatte einerseits in den neun Jahren bis zum Abitur viele Abgänge zu verzeichnen, andererseits aber durch Sitzenbleiber – das sind bekanntlich nicht immer die schlechtesten – und durch sonstige Seiteneinsteiger wertvolle Zuwächse erhalten, die zum Profil der Abiturientia von 1959 beitrugen.

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Gruppe in Monreal (Foto: W. Schlags)

Das von Wolfgang Schlags bestens organisierte Jubiläumstreffen war wie die vorausgegangenen Treffen zweitägig angelegt und durch ein kleines Kulturprogramm attraktiv gemacht worden. Da zwischenzeitlich drei Angehörige der Abiturientia von 1959 verstorben sind – Dr. med. Peter Hammes   († 14.8.1990), Marlies Schürholz geb. Solbach († 27.8.1997) und Curt Geibel († 23.3.2007) –, drei aus gesundheitlichen Gründen verhindert waren und die Adressen von zweien seit Jahren nicht zu ermitteln waren, trafen sich von den übrigen immerhin 13 ehemalige Klassenkameradinnen und Klassenkameraden, z. T. von ihren Ehepartnern begleitet, an dem sonnigen Wochenende des 25./26. April zunächst in Mayen. Am Spätnachmittag des 25. April fand eine Besichtigung des Schieferbergwerkes und des Museums in der Genoveva-Burg statt. Für die Führung war der Leiter des Museums, Dr. Bernd Oesterwind, gewonnen worden. Der nachfolgende Spaziergang durch die Stadt gab Gelegenheit, beim “Römer”, der ehemals schon vor den zweiwöchigen Abiturfeiern so etwas wie ein Stammlokal der Abiturientia 1959 gewesen war, innezuhalten und in der Marktstraße im Stehen ein Bier zu trinken. Manche Erinnerungen wurden wach.
An dem folgenden Abendessen und gemütlichen Zusammensein im “Alten Fritz” nahm auch die Gattin von Herbert Guckenbiehl, des unvergessenen letzten Klassenlehrers der Abiturientia 1959, teil. Frau Maria Guckenbiehl, die ehemals noch kurze Zeit als Lehrerin der Klasse vorgestanden hatte, war schon früher den Einladungen zum Klassentreffen gefolgt. Am Sonntagmorgen trafen sich die Teilnehmer in Monreal, das unter Führung von Herrn Jörg Geisbüsch, einem kenntnisreichen Einwohner des Ortes, besichtigt wurde. Auch für diejenigen, welche den malerischen Ort zu kennen glaubten, war die Führung sehr erhellend. Wer wusste zuvor schon, dass Monreal, mit dem der Graf von Virneburg einiges vorhatte, 1306 Stadtrechte erhielt und dass an der schönen spätgotischen Pfarrkirche eine Klerikergemeinschaft bestand, der man den Rang eines “Halbstiftes” zuerkennen kann? Mit dem anschließenden Mittagessen im “Stellwerk” zu Monreal klang das Jubiläumstreffen aus – nicht ohne den allseitigen Wunsch, sich in absehbarer Zeit gesund wiederzusehen.

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